LÖSUNGEN

Lösen Sie sich vom Aberglauben, dass Sie Teil des Problems seien, denn

SIE SIND TEIL DER LÖSUNG!

Es gibt immer mehr als zwei Lösungen, also nicht nur Hop oder Drop!

Wir öffnen in der Mediation den Sack der Möglickeiten, heben und drehen uns, kommen in Bewegung und Begegnung und lassen unsere Gedanken und Gefühle zu - und dann werden sie sichtbar, die anderen verdeckten Lösungsmöglichkeiten!

BITTE SCHAUEN SIE SICH DAS AN.

EIN PROBLEM IST IMMER DER MANTEL DER VERBORGENEN LÖSUNGEN

Die Lösungen sind vorhanden, sie stecken tief in Ihnen drin.

Da es aber in der Natur des Menschen liegt und Usus in unserer Gesellschaft ist, bemühen wir uns, eine Lösung zu ERDENKEN, was dazu führt, dass die Gedanken kreisen und keinen neuen Weg finden.

Die Lösung wird also nicht im Kopf zu finden sein!

DAS GUTE LIEGT SO NAHE

Oft ergeben sich innerhalb der Mediation auch Lösungsmöglichkeiten, an die vorher niemand gedacht hat oder die bis zu diesem Zeitpunkt völlig undenkbar gewesen wären.

Auch Ockhams Rasiermesser kommt gerne zur Anwendung - manchmal ist auch die einfachste Lösung die brauchbarste!

Zur Lösung gelangen die Medianden, weil sie im Mediationsprozess gemeinsam Ihre Interessen und Bedürfnisse erarbeitet haben.


Überraschen Sie sich selbst!

Gerade in der Mediation sind kreative Gedanken und Lösungsansätze die besten Motoren, um die Fahrt zum Ziel zu erleichtern!

LÖSUNGSMÖGLICHKEITEN

BATNA - Best Alternative to a Negotiated Agreement

So nennt man die beste Alternative bei einer Konfliktlösung, falls es zu keiner Einigung kommt, lässt sich auch mit Kompromiss vergleichen.

WATNA - Worst Alternative to a Negotiated Agreement

Bei Nichtzustandekommen einer Abmachung ist damit die schlechteste und meist destruktive Möglichkeit einer Lösung gemeint. In dieser Situation und zu diesem Zeitpunkt ist keine Bewegung in irgend eine Richtung möglich.

WIN-WIN

WIN-WIN ist die Konstellation, die für alle Beteiligten Vorteile bietet, also eine Lösung, die für alle Konfliktparteien für die Zukunft sinnvoll und gut nutz- und lebbar ist.

Das optimale Ziel einer Mediation!

LÖSUNGEN - FALLBEISPIELE

Ich habe hier vier Beispiele aus meiner Praxis angeführt, die Ihnen die Mediation in all ihren Formen etwas näher erklären sollen.

MOBBING PRÄVENTION

Soziale und gesundheitsfördernde Intervention

Als Kanzleileitung war ich auch Gesundheitsbeauftragte. In dieser Funktion wurde ich von der Geschäftsleitung gefragt, ob es Vorschläge von mir gäbe, die Gesundheit aller Kanzleiangestellten zu fördern.

Nachdem mir aufgefallen war, dass alle Mitarbeiter zum Mittagessen hin und wieder zurück hetzten und meistens mit einer Pizzaschnitte oder Wurstsemmel zurückkehrten, um dann als sozialen Kontakt den Rauchertreffpunkt vor der Haustüre aufzusuchen, habe ich vorgeschlagen, die Geschäftsleitung könnte gratis Obst für alle zur Verfügung zu stellen.

Dieser Vorschlag kam sichtlich überraschend, meine Idee wurde aber aufgegriffen und genehmigt.

Ich kaufte also eine riesige Schüssel, füllte diese voll mit frischem Obst und stellte sie mit einem netten Schild "Zur freien Entnahme für Alle" in die Küche.

Meinen Assistenten beauftragte ich damit, immer Sorge dafür zu tragen, dass die Schale voll ist.

Die Reaktionen waren großartig!

Alle Mitarbeiter und Rechtsanwälte trafen sich jetzt tagsüber gut gelaunt in der sonst triesten Küche, plauderten und aßen gemeinsam (sehr viel) Obst!

Einige Studenten kamen sogar früher, um ihren Vitaminhaushalt aufzustocken.

Damit war nicht nur die gesundheitliche, sondern auch die soziale Komponente bedient.

Kleine Idee - großer Effekt!

Ein Beispiel aus der Praxis, gelöst in einer Doppelsitzung:

Klientin mit Hündin möchte nach dem Tod ihrer Eltern, die sie fürsorglich bis zu deren Ableben gepflegt hat, eine neue Aufgabe in ihrer Freizeit finden, jedenfalls etwas Soziales, was aber eine zusätzliche Ausbildung erfordern würde, unmöglich bei einem 40 Stunden-Angestelltenverhältnis. Und auf jeden Fall will sie ihre Hundedame mitnehmen.

Durch die Intramediation, in der vor allem die Sachlage und Ressourcen erörtert wurden, haben sich schon einige Möglichkeiten ergeben. Die Klientin ist innerhalb dieser Mediation auf eine Lösung gekommen, die mich heute noch sehr freut:

Nicht sie hat gelernt, sondern die Hündin. Die Hundedame hat eine Ausbildung zum Therapierhund gemacht, und die Klientin besucht in ihrer Freizeit ältere und behinderte Menschen in ländlichen Gebieten, die eine riesen Freude beim Streicheln und Spielen mit der Hündin haben.

Die diplomierte Vierbeinerin ist trotz ihres jungen Alters sehr ausgeglichen, die Klientin hat eine soziale Aufgabe gefunden, die ihr sehr viel Erfüllung bringt - und das ganze noch an der frischen Luft!

Nachbar A legt sich einen Hund zu, dieser saust auch über das Grundstück von Nachbar B, da die Grundstücksgrenze nur aus Büschen besteht. B macht A darauf aufmerksam, die Frau von A errichtet einen "Tenniszaun", der nicht nur nicht sehr ansehnlich ist, sondern auch den Schuppen von B so einzäunt, dass dieser nicht mehr zu seinen Gartengeräten kommt. Erwartungsgemäß eskaliert die Situation.

Der Hauseigentümer tritt an mich heran, seine Rechtschutzversicherung hat ihm Mediation empfohlen.

Nach den getrennten Erstgesprächen mit A und B, dem Transparenzgebot entsprechend habe ich auch die Gattin von A eingeladen, diese wollte jedoch nicht erscheinen, erfolgte eine gemeinsame Mediationssitzung. Die beiden erkärten ihre Standpunkte, danach ergründete ich die eigentlichen Bedürfnisse der beiden Herren.

A wollte keinen Ärger mit seiner Frau, das Bedürfnis von B war, in Ruhe seine Pension zu genießen, keinen fremden Hund, der seine Pflanzen ausgräbt und vor allem wollte er seine Gartengeräte nutzen können, der Weg zum Schuppen war ihm jetzt verwehrt.

Dazu kam, dass man ihn wegen der Beschaffenheit des Zauns nicht gefragt hatte.

Gelöst wurde der Konflikt in der Mediation, in dem der Zaun so versetzt wurde, dass Herr B wieder zu seinen Gartengeräten im Schuppen gelangen kann, und da gegenseitig Einsicht bestand, dass der Hund auch größer wird, haben die beiden einen Zeitpunkt innerhalb von drei Monaten vereinbart, zu dem sie auf Kosten von Herrn A einen Zaun gemeinsam aussuchen würden. Herr B würde den Zaun dann alleine errichten.

Dies alles habe ich in einem Mediationsprotokoll festgehalten, die beiden Herren haben das Protokoll unterschrieben und sich auch daran gehalten.

Diese Mediation hat zwei Stunden (ohne relativ kurze Erstgespräche) gedauert, beide Parteien sind zufrieden über die auch für die Zukunft für beide Seiten gut lebbare Lösung.

Der Hund wurde übrigens meines Wissens nach einigen Monaten durch eine Katze ersetzt.

Zwei Jugendliche mit Behinderung hatten den Auftrag, gemeinsam etwas zu basteln.

Das Mädchen wandte sich nach kurzer Zusammenarbeit an mich. Sie wollte nicht mit dem Burschen arbeiten, der mache immer so eine komische Handbewegung und schaue sie dabei an, sie meinte, dass das gegen sie sei.

Ich fragte den jungen Mann, was diese Handbewegung mit dem Blick bedeute beziehungsweise ob sie überhaupt eine Bedeutung hat.

Er wußte es nicht, versprach aber, darüber nachzudenken und mir Bescheid zu geben und ging ins Nebenzimmer.

Nach einer Viertelstunde kam er wieder zu mir und meinte sehr ernsthaft: "Ich habe jetzt nachgedacht. Das (und er zeigt mir die Handbewegung) bedeutet gar nix."

Ich fragte nochmals nach, ob diese Bewegung überhaupt keine Bedeutung habe, auch nicht etwas mit seiner Kollegin zu tun habe. Er verneinte das.

Daraufhin nahm ich ihn mit zu der jungen Dame, der ich dann erklärte, dass diese Handbewegung nichts bedeutet und schon gar nicht gegen sie sei.

Sie überlegte kurz und meinte: "Wenns nix mit mir zu tun hat und nicht gegen mich ist, dann kann ich wieder mit ihm arbeiten."

Siehe WAHRNEHMUNGSKONFLIKTE und MEDIATION MIT BEHINDERTEN MENSCHEN  Einfach anklicken!

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